26.06.2017

Fachberatereinsatz: Verkehrsunfall Schiene

Bei Unfall in der Balinger Straße wird eine Person verletzt – Bahnübergang bis Freitag geschlossen

Von Christian Gerards

Tuttlingen sz Bei der Kollision eines Interregio-Expresses (IRE) der Deutschen Bahn mit einem Gelenkbus, der für TUTicket als Linie 3 von der Nordstadt in Richtung Innenstadt unterwegs war, ist eine Person verletzt worden. Die Bahnstrecke musste für mehrere Stunden gesperrt werden. Der Bahnübergang in der Balinger Straße ist nun voraussichtlich bis Freitag, 30. Juni, für den Verkehr und die Fußgänger geschlossen.

Ein lauter Knall war zu hören, als der IRE gegen 7.50 Uhr trotz der Einleitung einer Vollbremsung durch den Zugführer in den Gelenkbus fuhr. Zu diesem Zeitpunkt stand der Bus aus bisher ungeklärten Gründen mit dem hinteren Teil noch auf den Gleisen. Zwei Frauen, so berichtete die Polizei vor Ort, stiegen rasch aus dem Bus aus, als sich die Schranken des Bahnübergangs schlossen. Der Busfahrer versucht noch vergebens, den Bus von den Schienen zu bekommen. Bei der Kollision wurde er verletzt und nachfolgend mit dem Krankenwagen ins Klinikum gebracht.

200 Personen sitzen im Zug

Die rund 200 Personen im IRE kamen mit dem Schrecken davon. Sie mussten zunächst in den beiden Zugteilen ausharren, wurden aber nach rund einer Stunde Wartezeit aus dem Zug evakuiert und in die Turnhalle der naheliegenden Albert-Schweitzer-Schule gebracht. Dort wurden sie von der Schnellen Einsatzgruppe (SEG) des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) versorgt.

Viele der Zugfahrer waren vom Southside in Neuhausen ob Eck auf dem Weg nach Hause. Die Festival-Besucher, die sich bereits am Tuttlinger Bahnhof befanden und auf einen nachfolgenden Zug in Richtung Ulm warteten, wurden mit dem Shuttlebus nach Fridingen gebracht. Diejenigen, die noch in Neuhausen ob Eck waren und mit dem Zug in Richtung Ulm fahren mussten, wurden direkt vom Take-off-Gewerbepark zum Bahnhof nach Fridingen gebracht. Das teilte frühzeitig die Polizei bei Facebook und auf Twitter mit.

Gegen 13.45 Uhr wurde schließlich der Gelenkbus von der Unfallstelle entfernt. Zuvor war der Zug rund 200 Meter in Richtung Tuttlingen gefahren, um den Mitarbeitern des Räumdienstes mehr Platz zu ermöglichen. Wenige Minuten später konnte der Zug weiterfahren und damit die Strecke für den Bahnverkehr wieder freigeben.

Der Bauhhof sperrte schließlich den Bahnübergang ab, da die Verkehrssicherheit wegen der völlig zerstörten Schrankenanlage nicht gewährleistet ist. Das Tuttlinger Landratsamt teilte am Nachmittag mit, dass die Arbeiten am Bahnübergang bis zum 30. Juni dauern werde und die Sperrung bis dahin andaure. Autofahrer, die aus der oder in die Nordstadt wollen, müssen demnach in den kommenden Tagen über die Mohlstraße, das Taubentäle oder die Rußbergstraße fahren. Die Stadt teilte mit, dass das Abbiegen von der Ludwigstaler Straße in die Gießstraße, die rund hundert Meter später in die Balinger Straße mündet, deswegen unterbunden wird.

OB Michael Beck vor Ort

Wegen des Ereignisses in der Balinger Straße eilten auch Tuttlingens Oberbürgermeister Michael Beck und Tuttlingens Polizeipräsident Gerhard Regele zum Unglücksort. Auch Johannes Hamma, Fachbereichsleiter Bürgerdienste, Sicherheit und Ordnung bei der Stadt Tuttlingen, und TUTicket-Geschäftsführer Jens Keucher machten sich ein Bild von der Situation. Von der Deutschen Bahn kamen zwei Notfallmanager in die Balinger Straße, auch ein Notfallseelsorger war vor Ort, um Hilfe zu leisten.

Gränzbote vom 27.06.2017

 

Alarmierung:

26.06.2017

 

Einsatzstelle:

Tuttlingen, Balinger Straße

Alarmierte Einheiten:

Fachberater

Einsatzpartner:

Feuerwehr Tuttlingen,

Rettungsdienst, SEG des DRK,

RTH (DRF), LNA, OrgL, Polizei,

Stv. KBM, Notfallmanager DB-AG,

OB Stadt Tuttlingen,

Landrat, Vertreter Landratsamt,

Eisenbahn-Unfalluntersuchungsstelle,

Ordungsamt / Stadtverwaltung,

Notfallseelsorge, Baubetriebshof,

Abschlepp- & Bergungsunternehmen

 


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